Über Fort 13 Jilava
Fort 13 gehört zu dem Ring von Forts, der Ende des 19. Jahrhunderts nach Plänen des belgischen Generals Henri Alexis Brialmont um Bukarest angelegt wurde. Es ist ein niedriger, mit Erde bedeckter Bau mit einem Reduit, dessen Grundriss einem Pik-Ass ähnelt. Bis 1907 diente es als Waffendepot und Kaserne; in jenem Jahr wurden die ersten Häftlinge hergebracht, Bauern aus dem Aufstand von 1907, und das Fort blieb danach ein Militärgefängnis.
In der Nacht vom 26. auf den 27. November 1940 ermordete die Legionärspolizei in den Zellen von Jilava 64 politische Häftlinge, ehemalige Würdenträger des Regimes von König Carol II. Am 1. Juni 1946 wurden Marschall Ion Antonescu, Mihai Antonescu, Gheorghe Alexianu und General Constantin Vasiliu in der Nähe hingerichtet, an einem Ort namens Valea Piersicilor. Nach 1948 nutzte das kommunistische Regime das Fort als Durchgangs- und Sortiergefängnis für politische Häftlinge; durch seine Räume, gedacht für je 50 Menschen und mit bis zu 200 überbelegt, gingen Corneliu Coposu, Nicolae Steinhardt, Monsignore Vladimir Ghika und Richard Wurmbrand. Die letzten Häftlinge waren Teilnehmer der Revolution vom Dezember 1989.
Das Fort ist Baudenkmal und kam im Juli 2024 auf die UNESCO-Tentativliste, im Antrag „Ehemalige kommunistische Gefängnisse in Rumänien“, zusammen mit Sighet, Pitești, Făgăraș und Râmnicu Sărat. Ebenfalls seit 2024 wird es vom Kreisrat Ilfov verwaltet, der die Restaurierung und den Umbau zum Gedenkmuseum vorbereitet.
Was Sie sehen können
Der Besuch führt durch die langen, mit Ziegeln gewölbten Gänge mit den schweren Holztüren der Zellen und durch die 52 Räume des Forts. In den Gemeinschaftszellen stehen noch die eisernen Etagenbetten, die Wände haben abgeplatzten Putz, die Fenster Gitter. Der „Schwarze Raum“, die unterirdische Strafzelle ohne Fenster, zeigt die Haftbedingungen am unmittelbarsten. Über dem Eingang ist die Tafel „Fortul No 13 Jilava“ erhalten.
Gut zu wissen
Das Fort grenzt an das Gefängnis București-Jilava, das weiterhin in Betrieb ist; der Zugang führt durch dessen Gelände und nur in Begleitung. Es gibt keine öffentlichen Öffnungszeiten: Besuche finden in Gruppen statt, mit Anmeldung beim Kreisrat Ilfov. Das Gebäude ist verfallen und unrestauriert, ohne museale Einrichtung.
Angaben geprüft am 21. Oktober 2026.
- Der lange, mit Ziegeln gewölbte Gang mit den schweren Holztüren der Zellen, die sich eine nach der anderen öffnen.
- Die Gemeinschaftszellen mit eisernen Etagenbetten und vergitterten Fenstern, in denen bis zu 200 Häftlinge zusammengepfercht waren.
- Der „Schwarze Raum“, die unterirdische Strafzelle ohne Fenster.
- Die Tafel „Fortul No 13 Jilava“ über dem Eingang, mit Namen und Nummer des Forts im Bukarester Festungsgürtel.
Gut zu wissen vor dem Besuch
- Anreise
Mit dem Auto: Vom Zentrum Bukarests (Piața Unirii) sind es ca. 12 km: Calea Șerban Vodă, dann die Șoseaua Giurgiului (DN5) nach Süden bis zur Ringstraße (Șoseaua de Centură); dort links abbiegen und nach ca. 1,4 km in die Strada Sabarului Richtung Gefängnis (ca. 25 Min., im Berufsverkehr länger).
Öffentliche Verkehrsmittel: Die Gemeinde Jilava ist mit Bukarest durch Buslinien auf der Șoseaua Giurgiului verbunden; die aktuelle Strecke lässt sich in der STB-App prüfen. Gruppen kommen meist mit organisiertem Transport.
- Preise und Ermäßigungen
Der Kreisrat Ilfov veröffentlicht keinen Preis für Besuche. Die Führung stellen die Veranstalter; Gruppen können auch ihren eigenen Führer mitbringen.
- Regeln
Der Zugang führt über das Gelände eines laufenden Gefängnisses, nur nach Anmeldung und in Begleitung von Vertretern des Kreisrats Ilfov oder des Gefängnisses; ein Ausweis ist nötig. Die Regeln zum Fotografieren und zu Mobiltelefonen teilen die Veranstalter mit. Es ist ein Ort des Gedenkens: Ruhe und Respekt. Die Räume sind kalt, feucht und unrestauriert, mit unebenen Böden: bequeme Schuhe und auch im Sommer eine Jacke.
- Ausstattung
Keine Einrichtungen für Besucher: Das Fort ist nicht als Museum eingerichtet
Häufige Fragen zu Fort 13 Jilava
- Wie lange dauert ein Besuch von Fort 13 Jilava?
- Ein Besuch von Fort 13 Jilava dauert etwa ½–1 Std. (Führung von ca. 1 Std.).
- Kann man Fort 13 Jilava mit Kindern besuchen?
- Nein, Fort 13 Jilava ist für Besuche mit Kindern nicht zu empfehlen (schweres Thema; ab ca. 14 Jahren).
- Wie kommt man zu Fort 13 Jilava?
- Fort 13 Jilava befindet sich an der Adresse Strada Sabarului 1, auf dem Gelände des Gefängnisses București-Jilava, Jilava, Kreis Ilfov. Mit dem Auto: Vom Zentrum Bukarests (Piața Unirii) sind es ca. 12 km: Calea Șerban Vodă, dann die Șoseaua Giurgiului (DN5) nach Süden bis zur Ringstraße (Șoseaua de Centură); dort links abbiegen und nach ca. 1,4 km in die Strada Sabarului Richtung Gefängnis (ca. 25 Min., im Berufsverkehr länger). Öffentliche Verkehrsmittel: Die Gemeinde Jilava ist mit Bukarest durch Buslinien auf der Șoseaua Giurgiului verbunden; die aktuelle Strecke lässt sich in der STB-App prüfen. Gruppen kommen meist mit organisiertem Transport.
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